Reunion 2011 Berlin

11.-13. November 2011

Vom Freitag, den 11. November 2011 bis zum Sonntag, den 13. November fand bereits zum fünften Mal das Mastertreffen „Reunion“ in Berlin statt. Aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus dem Ausland kamen mehr als 100 "Master of Science in Oral Implantology" in Berlin zu ihrer jährlichen Tagung – „Reunion“ - zusammen. Auch in diesem Jahr wurde die Veranstaltung, die auch für andere implantologisch interessierte Zahnärztinnen und Zahnärzte offen ist, von den Berliner Zahnärzten und Implantologen Dr. Derk Siebers MSc., Peter Albrecht MSc., Dr. Georg Roßmann-Heuer MSc. und Dr. Jörn Werdelmann MSc. organisiert.

Der augmentierte Kieferkamm
biologische Augmentationsansätze - körpereigen oder synthetisch?

Das Thema des Reunion 2011 war: „Der atrophierte Kieferkamm –biologische Augmentationskonzepte, körpereigen oder synthetisch.“ Unterschiedliche Therapieansätze zur implantologischen Versorgung atrophierter Kieferkämme wurde von den Referenten vorgestellt und kontrovers diskutiert. Sinn und Zweck einer solchen Veranstaltung ist die fortwährende Auseinandersetzung  sowie die Diskussion und der Erfahrungsaustausch qualifizierter Spezialisten auf hohem Fachniveau zur Verbesserung der Ergebnisqualität implantologischer Versorgung für unsere Patienten. Ein vollgepacktes und hochinteressantes Tagungsprogramm erwartete die Teilnehmer des Reunion 2011.

Eröffnet wurde das Mastertreffen am Freitag Abend beim Sektempfang in der Lobby des Veranstaltungshotels, wo sich Gäste, Referenten und Teilnehmer nach Ihrer Anreise nach Berlin trafen. Traditionell fand das Eröffnungsdiner im Restaurant Lochner statt. Kollegialer Erfahrungsaustausch, Pflege der bestehenden und Aufbau neuer „Freundschaften“ stand im Vordergrund des ersten Abends. Überraschungsgast war Lydia Paulsen, die mit ihrem virtuosen Umgang mit der Violine sowie Gesangseinlagen die Gäste verzauberte. Ein intensiver Austausch wurde auch unter den Referenten gepflegt.

Ein straffes, interessantes Fortbildungsprogramm erwartete die Teilnehmer des 5. Reunion am Samstag, den 12.11.2011. Das Motto des Jahres 2011 lautete „Der atrophierte Kieferkamm“. Als Referenten konnten mit Dr. Eduard Anitua-Aldecoa, Dr. Gerhard Iglhaut und Prof. Fouad Khoury drei Spezialisten auf dem Gebiet der Knochenregeneration gewonnen werden. Als Ehrengast war traditionell wieder Prof. Günter Dhom geladen.

Dr. Eduardo Anitua-Aldecoa

Dr. Gerhard Iglhaut

Prof. Fouat Khoury

Prof. Güter Dhom

Die Referenten sollten Einblicke über Therapievarianten beim atrophierten Kiefer geben. Ein immer wiederkehrendes aber auch immer wieder aktuelles Thema. Jeweils vor- und nachmittags wurde von den Referenten einen einstündiger Vortrag gehalten. Die Themen des Vormittags von Dr. Iglhaut: „Augmentation mit synthetischen Materialien“ und von Prof. Khoury:  „Augmentation mit körpereigenem Knochen“. Danach folgte der Vortrag von Dr. Anitua, der in englischer Sprache zum Thema „Biologische Prinzipien bei der Augmentation“ referierte. Die Themen des Nachmittags lauteten „Schalentechnik synthetisch oder körpereigen“ und „PRGF – was steckt dahinter“.

Ganz besonderer Dank gilt auch unseren Ausstellern. Wir hatten dieses Jahr die folgenden Hauptaussteller: Botiss , BTI - Biotechnology Institute, Henry Schein - aliphatisch, Nobel Biocare, Straumann und TA-Dent.  Wir hatten aber auch weitere Unterstützer, die uns ebenfalls zum großen Teil über die Jahre treu geblieben sind: American Dental Systems, Astra, Bego,  Bredent, Camlog, FRH - Freies Rechenzentrum Heilberufe, Implant Direct Sybron und Thommen Medical. Nur Dank ihrer großzügigen Unterstützung ist es uns jedes Jahr möglich solch ein hochkarätig besetztes Event zu organisieren und durchzuführen. Ich möchte hiermit noch einmal betonen, dass ein großer Teil der Firmen tatsächlich seit unserem Start vor 4 Jahren dabei ist und uns seitdem treu unterstützt. Herzlichen Dank dafür.

 

Dr. Gerhard Iglhaut

Augmentation mit synthetischen Materialien

Eröffnet wurde die Fortbildungsveranstaltung von Dr. Gerhard Iglhaut mit seinem Vortrag: „Augmentation mit synthetischen Materialien“. Er stellte in seinem ersten Referat des Vormittags die wissenschaftlichen Grundlagen für seine Prozedere des Kieferkammaufbaus mit synthetischen Materialien bzw. einer Mischung von 20-50% Eigenknochen mit synthetischem Material vor. Er machte auch deutlich wie wichtig die korrekte dreidimensionale Implantatposition vor allen Dingen in der ästhetischen Zone ist. Im zweiten Teil seines Referates stellte er sein Konzept der Augmentation mittels „Space-making“ mit Hilfe von Polylactidmembranen und der „Sonic-Welding-Technik“ vor. Zahlreiche Fallbeispiele zu dieser  „Schalentechnik“ untermauerten seine guten Therapieergebnisse

 

Prof. Fouad Khuory

Augmentation mit körpereigenem Knochen

Prof. Fouad Khoury verfolgt einen diametral entgegengesetzten Behandlungsansatz. Er benutzt bei seinen Guided-Bone-Regeneration-Konzepten ausschließlich körpereigenen Knochen. Für ihn stellt die Verwendung des körpereigenen Materials den „Goldstandard“ dar, an der sich alle anderen Verfahren messen lassen müssen. Prof. Khoury betonte mehrfach, dass der körpereigene Knochen leider keinen Sponsor habe, und dass deshalb seiner Meinung nach viel zu oft mit Knochenersatzmaterialien gearbeitet wird. Sein Konzept der Schalentechnik funktioniert den Eigenknochen zu einer körpereigenen Barriere um, in dessen Schutz partikulierter Knochen innerhalb von drei Monaten zu vitalem Knochengewebe umgebaut wird.

 

Dr. Eduardo Anitua-Aldecoa

Biologischen Prinzipien bei der Augmentation

Dr. Eduardo Anitua-Aldecoa präsentierte seine biologischen Prinzipien bei der Augmentation des atrophierten Ober- und Unterkiefers. Besonders interessant war seine Vorgehensweise zur Gewinnung von Knochenspänen durch die trockene, untertourige Implantatbettaufbereitung. Dr. Anitua betonte aber auch, dass sich heute große vertikale Knochenaufbauten erfolgssicher und vorhersagbar durch die Verwendung von kurzen Implantaten vermeiden lassen. Besonderes Interesse fanden am Nachmittag seine Ausführungen zum Konzept des PRGF-Endoret  (Plasma Rich in Growth-Factors).

Behandlungsergebnisse erzielen. Die Entscheidung, welcher Behandlungsphilosophie der Vorzug gegeben werden sollte ist trotz kontroverser Diskussion offen geblieben. Das Funktionieren einzelner Konzepte scheint sehr stark vom Können und Wissen des einzelnen Behandlers und dem perfekten und immer wiederholten Umgang mit einer ihm vertrauten Methode abhängig zu sein.

Zum Abschluss präsentierte der Moderator der Veranstaltung Dr. Derk Siebers aufgrund des 5 jährigen Jubiläums einen kurzen Überblick über die Veranstaltungen der letzten Jahre. In diesem Zusammenhang konnte auch bereits das Programm für das Reunion 2012 in Berlin vorgestellt werden. Es geht um die Knochenrekonstruktion von Kieferkammdefekten. Als Referenten stehen bisher bereits fest PD Dr. Daniel Rothamel und Dr. Markus Schlee.

 

Prof. Günter Dhom

mit einem Dank an die Organisatoren

Prof. Dhom beendete die intensive Fortbildungsveranstaltung mit einigen abschließenden  Worten und einem Dank an die Organisatoren.

Den Abschluss des anstrengenden Fortbildungstages bildete ein Diner hoch über den Dächern Berlins im Funkturmrestaurant. Aufgrund des kühlen aber wunderschönen Wetters konnten wir einen beeindruckenden Ausblick über die Skyline der Hauptstadt genießen. Im Vordergrund des gemütlichen Beisammenseins am Samstagabend sowie des abschließenden Brunch am Sonntag Morgen im Cafe am Neuen See standen ungezwungene fachliche und private Diskussionen und der kollegiale Austausch.

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