Reunion 2012 Berlin

9.-11. November 2012

Vom Freitag, den 9. November 2011 bis zum Sonntag, den 11. November fand bereits zum fünften Mal das Mastertreffen „Reunion“ in Berlin statt. Aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar dem Ausland kamen mehr als 100 "Master of Science in Oral Implantology" in Berlin zu ihrer jährlichen Tagung – „Reunion“ - zusammen. Auch in diesem Jahr wurde die Veranstaltung, die auch für alle implantologisch interessierte Zahnärztinnen und Zahnärzte offen ist, von den Berliner Zahnärzten und Implantologen Dr. Derk Siebers MSc., Peter Albrecht MSc., Dr. Georg Rossmann-Heuer MSc. und Dr. Jörn Werdelmann MSc. organisiert.

Das Thema des Reunion 2012 war: „3D und CAD-CAM in Implantologie und Prothetik.“ Thema war die der aktuelle Stand und die Entwicklung der 3D- und CAD-CAM-echniken in der modernen Zahnnmedizin. Ist die Zukunft unausweichlich digital?

Sinn und Zweck einer solchen Veranstaltung, wie des Treffens der Alumni des postgraduierten Masterstudienganges Implantologie der DGI/Steinbeis-Universität, das Berliner Reunion, ist die fortwährende fachlich wissenschaftliche Diskussion. Die fachliche Auseinandersetzung und der Erfahrungsaustausch qualifizierter Spezialisten auf hohem Niveau dient der Verbesserung der Ergebnisqualität der zahnärztlich implantologischen und prothetischen Versorgung unserer Patienten. Ein vollgepacktes und hochinteressantes Tagungsprogramm mit vier hochkarätigen Referenten erwartete die Teilnehmer des Reunion 2012.

Eröffnet wurde das Mastertreffen am Freitag Abend beim Sektempfang in der Lobby des Veranstaltungshotels, wo sich Gäste, Referenten und Teilnehmer nach Ihrer Anreise nach Berlin trafen. Traditionell fand das Eröffnungsdiner im Restaurant Lochner statt. Kollegialer Erfahrungsaustausch und Pflege der bestehenden und Aufbau neuer „Freundschaften“ stand im Vordergrund des ersten Abends.

Ein straffes, interessantes Fortbildungsprogramm erwartet die Teilnehmer des 5. Reunion am Samstag, den 11.11.2012.

Das Motto des Jahres 2012 lautete „3D und CAD-CAM in Implantologie und Prothetik“. Als Referenten konnten mit Prof. Dr. Nikolaus Behneke, Dr. Oliver Hugo, PD Dr. Dr. Daniel Rothamel und Dr. Markus Schlee vier bekannte Spezialisten auf dem Gebiet der dreidimensionalen Knochenregeneration bzw. der 3D- Implantologie und der CAD-CAM-Techniken gewonnen werden. Als Ehrengast war traditionell wieder Prof. Günter Dhom geladen

Die Referenten sollten den Themenkomplex aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Prof. Behneke und Dr. Hugo sollten prothetische Möglichkeiten und Neuerungen darstellen, wohingegen PD Rothamel und Dr. Schlee vor allen die dreidimensionale Knochenrekonstruktion in allen Facetten darstellten.

Für die theoretischen auf universitären Grundlagen beruhende Vorträge waren die Universitätsdozenten Prof. Behneke und PD Rothamel zuständig. Die „Praktiker“ Dr. Hugo und Dr. Schlee legten ihr Hauptaugenmerk auf die praktische Umsetzung moderner 3D und CAD-CAM-Konzepte.

Die Themen des Vormittags wurden von Prof. Behneke und PD Rothamel bestritten. Sie hielten jeweils etwa 1,5-stündige Vorträge. Prof. Behnekes prothetisches Thema lautete „3D-Fallplanung, theoretische Hintergründe“. PD Rothamel referierte über das implantologisch-chirurgische Thema: „3D-Rekonstruktion des atrophen Kiefers: Eigenknochen und Alternativen“.

Die Nachmittagssession begann mit dem chirurgischen Thema „Knochenaufbau einfach, schnell und sicher, das botiss bonebuilder 3D/CAD-CAM-Konzept“. Dr. Schlee stellte hier seine Entwicklung vor. Der zweite Hauptreferent des Nachmittags war Dr. Hugo, der die „Anwendung von 3D und CAD/CAM in der täglichen Praxis“ darstellte.

Prof. Dhom beendete gewohnheitsmäßig das wissenschaftliche Programm mit einigen interessanten und aktuellen Anmerkungen.

Ganz besonderer Dank gilt auch in diesem Jahr wieder unseren Ausstellern. Wir hatten dieses Jahr 5 Hauptaussteller, die da waren: BTI - Biotechnology Institute, Nobel Biocare, TA-Dent, Henry Schein-AlphaTech und last but not least die Berliner Firma Botiss. Weitere Unterstützer, die uns ebenfalls zum Teil über die Jahre treu geblieben sind, waren: Astra, BioHorizons, Orangedental, Argon, Camlog, Dr. Güldener-FRH und Thommen. Nur Dank ihrer großzügigen Unterstützung ist es uns jedes Jahr möglich solch ein hochkarätig besetztes Event zu organisieren und durchzuführen. Ich möchte hiermit noch einmal betonen, dass ein Teil der Firmen tatsächlich seit unserem Start vor 5 Jahren dabei ist und uns seitdem treu unterstützt. Herzlichen Dank dafür.

 

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Nikolaus Behneke mit seinem Vortrag: „3D-Fallplanung, theoretische Hintergründe“. Prof Behneke erläuterte eingehend die theoretischen Hintergründe der dreidimensionalen implantologischen und prothetischen Fallplanung und Umsetzung unter Verwendung von 3D- und CAD/-CAM-Technologien. Die Vorteile der Image-Guided-Surgery wurden eingehend an zahlreichen beeindruckend, bebilderten Fallbeispielen in unterschiedlichsten Indikationen dargestellt. Der Weg der Zukunft wird uns - ziemlich sicher unausweichlich - einen geschlossenen digitalen Workflow von der Diagnostik über Therapieplanung und Chirurgie bis hin zur prothetische Realisierung „bescheren“.

Privatdozent Dr. Dr. Daniel Rothamel bestritt mit seinem Vortrag: „3D-Rekonstruktion des atrophen Kiefers: Eigenknochen und Alternativen“ den zweiten Teil des wissenschaftliche Vormittagsprogramms. Er stellte ebenso wie sein Vorredner die theoretischen Grundlagen und Möglichkeiten der dreidimensionalen Knochenrekonstruktion – der „Gesteuerten Knochenregeneration“, GBR - anhand von zahlreichen, zum Teil verblüffenden, Bilderserien dar. Alle möglichen Techniken, wie Bonespreading und-splitting, Knochenchips also „Knochenspantechniken“ (mit Knochenersatzmaterial, Eigenknochen und Kombinationen), Distraktion, Blocktechniken (Schalen und Vollblock) sowie verschiedene Schicht- und Mischtechniken wurden dargestellt. Vor- und Nachteile, Möglichkeiten und Limits wurden analysiert. Entscheidend für den Erfolg der Therapie ist weniger die ausgewählte Technik, als vielmehr das Wissen, manuelle Geschick und Können, die Erfahrung und die Kreativität des einzelnen Behandlers.

Das Nachmittagsprogramm der „Praktiker“ eröffnete Dr. Markus Schlee mit seinem Referat: „Knochenaufbau einfach, schnell und sicher, das botiss bonebuilder 3D/CAD-CAM-Konzept“. Auch Dr. Schlee begann seinen Vortrag mit grundlegenden Ausführungen zu den Grundlagen der Augmentation. Die Frage, die sich stellt ist, warum diese Verfahren überhaupt so gut funktionieren. Ist es die Transplantation von „immobilem Platz“, in die vitaler körpereigener Knochen einwachsen kann. Oder sind ist es die Einbringung von knochen- und/oder gefässwachstumsinduzierenden Signalproteinen oder die Kombination aus diesen Faktoren. Im weiteren Verlauf ging Dr. Schlee auf das von ihm mitentwickelte bonebuilder-Verfahren ein. Bei diesem Verfahren wird anhand von dreidimensionalen Röntgendaten einen defektangepasster homologen Knochenblock hergestellt. Größter Vorteil dieses Verfahrens ist die geringere Morbidität aufgrund des Fehlens einer Donorlokalisation zur Entnahme des autologen Blocks. Ersten Daten zufolge scheint das bonebuilder Verfahren erfolgversprechende Ergebnisse zu erzielen. Die Komplikations- und Verlustraten sind identisch mit denen konventioneller Knochenblocktransplantationen.

Den abschließenden Vortrag des wissenschaftlichen Programms hielt Dr. Oliver Hugo mit dem Titel: „Anwendung von 3D und CAD/CAM in der täglichen Praxis“. Was und wie bereits heute in einer modernen implantologischen Praxis 3D- und CAD/CAM-Konzepte umgesetzt werden, konnte Dr. Hugo anhand zahlreicher Fallbeispiele, hinterlegt mit der wissenschaftlichen Literaturangaben, aufzeigen. Dass die 3D-Diagnostik und -Fallplanung für den Praxisablauf immer wichtiger wird, wurde anhand des Vorgehens in seiner täglichen Praxis dargestellt. Es gibt zahlreiche Vorteile, die sich aus dem digitalen Workflow für den Patienten aber auch für die Praxis und auch das Dentallabor ergeben. Die Notwendigkeit der 3D-Diagnostik ergibt sich auch heute schon - nicht zuletzt aus forensischer Sicht. Leider ist heute noch nicht alles digital machbar, da noch einige analoge Lücken im digitalen Workflow klaffen.

Zum Abschluss präsentierte der Moderator der Veranstaltung Dr. Derk Siebers das Programm für das Reunion 2013, das am 9. November 2013 bereits zum sechsten Male hintereinander mit ständig steigender Teilnehmerzahl in Berlin stattfinden wird.

Das Thema des Mastertreffens im Jahr 2013 lautet: „Periimplantitis“ und es konnten wiederum ausserordentliche Referenten für diese Veranstaltung gewonnen werden; zugesagt haben bereits Prof. Dr. Dr. Eduardo Anitua, PD. Dr. Stefan Fickl und Prof. Dr. Frank Schwarz.

Traditionell wurde das Schlusswort des Reunion vom Pastpräsidenten der DGI Prof. Dr. Günter Dhom gehalten, der wie immer einige Tipps und Vorschläge für das nächste Jahr für „seine“ Master vorstellte.


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